Als Unternehmer steckt dein Geld meist da, wo es arbeitet: in der eigenen Firma. Das ist richtig und birgt zugleich ein Risiko. Denn wenn dein ganzes Vermögen im Unternehmen steckt, steht auch deine Zukunft auf einem einzigen Wert.
Die kurze Antwort. Als Unternehmer baust du Vermögen in drei Schritten auf. Erstens dein Privatvermögen bewusst vom Unternehmen trennen, damit nicht alles an einem Wert hängt. Zweitens deine Altersvorsorge regeln, über die Firma hinaus, mit Basisrente, einem breit gestreuten Fondsdepot und einem Liquiditätspuffer. Drittens die passende steuerliche Hülle wählen, je nach Rechtsform und gemeinsam mit deinem Steuerberater.
Ich bin Eduard Strekert, Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung AG in Lüdenscheid, und begleite Unternehmer, Selbstständige und Praxen im Märkischen Kreis. Den Fahrplan dahinter schauen wir uns jetzt in Ruhe an.
Warum ist Vermögensaufbau für Unternehmer anders?
Ein Angestellter spart vom Gehalt und baut nebenbei privat auf. Bei dir als Unternehmer fließt das meiste zurück in die Firma, in Maschinen, Personal, Wachstum. Das ist oft die beste Rendite, die du bekommen kannst. Es führt aber dazu, dass dein Wohlstand fast vollständig vom Unternehmen abhängt.
Kommt ein schwaches Jahr, ein Auftragseinbruch oder ein Branchenwandel, trifft es beides auf einmal: dein Einkommen und dein Vermögen. Genau deshalb geht es beim Vermögensaufbau für Unternehmer nicht nur ums Mehren, sondern ums Trennen. Ein Teil deines Vermögens soll bewusst getrennt von der Firma stehen.
Schritt 1: Wie trennst du Privatvermögen und Unternehmen?
Der wichtigste Schritt klingt unspektakulär: Bau dir ein Vermögen auf, das nicht in der Firma liegt. Fachleute nennen das Risiko, alles auf einen Wert zu setzen, ein Klumpenrisiko. Du kennst das vom Anlegen: Du streust breit, statt alles auf einen einzigen Titel zu setzen. Beim Unternehmer ist die Firma diese eine Position.
Trennen heißt nicht, weniger an dein Unternehmen zu glauben. Es heißt, einen festen Teil deiner Gewinne regelmäßig nach privat zu überführen und dort breit gestreut anzulegen. So entsteht ein zweites Standbein, das auch dann trägt, wenn die Firma gerade durch eine Delle geht. Das ist der Kern eines gesunden Vermögensaufbaus für Unternehmer.
Schritt 2: Wie baust du als Unternehmer Altersvorsorge auf?
Viele Unternehmer rechnen fest mit dem Verkauf der Firma als Altersvorsorge. Das kann aufgehen, ist aber unsicher, denn niemand weiß heute, was dein Unternehmen in zwanzig Jahren wert ist. Eine solide Vorsorge steht deshalb auf mehreren Beinen.
- Geförderte Basisversorgung. Eine fondsgebundene Basisrente, oft Rürup genannt, kannst du als Sonderausgaben absetzen, bis zu einem jährlichen Höchstbetrag. Der Haken: Das Kapital ist fürs Alter gebunden und die spätere Rente wird versteuert. Es ist also eine Steuerstundung, kein Steuergeschenk.
- Betriebliche Altersvorsorge als GmbH-Geschäftsführer. Bist du angestellter Geschäftsführer deiner eigenen GmbH, stehen dir Wege offen, die ein Einzelunternehmer nicht hat. Das ist gestaltbar, aber komplex und gehört in fachkundige Hände, oft im Zusammenspiel mit deinem Steuerberater.
- Breit gestreutes Fondsdepot. Das flexible Herzstück. Hier baust du Kapital außerhalb der Firma auf. An dieses Geld kommst du heran, wenn du es brauchst. Kurz zur Einordnung: Investmentfonds und ETF sind kein Gegensatz, sondern zwei Wege, breit gestreut anzulegen.
- Liquiditätspuffer. Als Unternehmer brauchst du eine Reserve, die Schwankungen abfedert, ohne dass du an die Vorsorge musst. Dieser Puffer ist kein Renditebaustein, sondern dein Ruhepolster.
Wie du diese Bausteine gewichtest, hängt von deiner Firma, deinem Alter und deiner Risikoneigung ab. Es gibt hier keine Standardlösung, die für jeden passt.
Schritt 3: Welche Hülle passt zu deiner Rechtsform?
Wie du anlegst, ist die eine Frage. Worüber du anlegst, ist die andere. Als Einzelunternehmer läuft fast alles über dein Privatvermögen. Führst du eine GmbH, kommt eine zweite Ebene dazu, denn auch die Gesellschaft selbst kann Vermögen aufbauen.
Welcher Weg steuerlich sinnvoll ist, privat anlegen oder über die Gesellschaft, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt an deiner Rechtsform, deiner Entnahmestrategie und deiner Steuerlast. Genau hier arbeiten wir eng mit deinem Steuerberater zusammen. Eine Steuer- oder Rechtsberatung ersetzt dieser Beitrag nicht, er ordnet die Bausteine ein, damit du die richtigen Fragen stellen kannst.
Ein Modellfall aus der Praxis
Nimm Thomas, 44, Gesellschafter und Geschäftsführer einer kleinen IT-GmbH in Lüdenscheid. Die Firma läuft gut, fast sein gesamtes Vermögen steckt aber im Unternehmen. Privat hat er bisher wenig zurückgelegt.
In meiner Beratung in Lüdenscheid drehen wir das in Ruhe um. Thomas überführt einen festen monatlichen Betrag aus der Firma nach privat und legt ihn in einem breit gestreuten Fondsdepot an. Parallel prüfen wir mit seinem Steuerberater eine fondsgebundene Basisrente für den Steuervorteil und einen Weg über seine GmbH für die Altersvorsorge. Ein Liquiditätspuffer steht als Reserve daneben.
Wie hoch die einzelnen Beträge sind, hängt von den Gewinnen von Thomas, seiner Entnahmestrategie und seinem Steuersatz ab. Genau das rechnen wir an seinem Fall durch, statt mit einer Pauschalzahl zu arbeiten. So entsteht ein Vermögen, das neben der Firma steht und nicht nur in ihr. Eine Lösung, die wirklich zu seinem Unternehmen passt.
Vermögensaufbau für Unternehmer ist kein Produkt, das man schnell unterschreibt. Es ist eine Struktur: ein Teil arbeitet in der Firma, ein Teil steht bewusst daneben. Wer das früh trennt, macht sich weniger abhängig von einem einzigen guten oder schlechten Jahr. Genau das schauen wir uns gemeinsam an, bevor irgendetwas entschieden wird.
Häufige Fragen zum Vermögensaufbau für Unternehmer
Reicht der Verkauf meiner Firma nicht als Altersvorsorge? Er kann ein wichtiger Baustein sein, ist aber unsicher. Was dein Unternehmen in zwanzig Jahren wert ist, weiß heute niemand. Ein Vermögen neben der Firma macht dich weniger abhängig von diesem einen Ereignis.
Was bedeutet Klumpenrisiko für mich als Unternehmer? Es heißt, dass fast dein ganzes Vermögen an einem einzigen Wert hängt, nämlich deiner Firma. Trifft die ein schwaches Jahr, trifft es Einkommen und Vermögen zugleich. Ein zweites Standbein außerhalb der Firma senkt dieses Risiko.
Soll ich Gewinne lieber reinvestieren oder privat anlegen? Beides hat seinen Platz. Reinvestieren bringt oft die höchste Rendite, erhöht aber das Klumpenrisiko. Ein fester Teil, der regelmäßig nach privat fließt, sorgt für Ausgleich. Wie du die Aufteilung wählst, klären wir gemeinsam.
Ist eine Basisrente für Unternehmer sinnvoll? Sie kann sich lohnen, weil du die Beiträge als Sonderausgaben absetzen kannst. Im Gegenzug ist das Kapital fürs Alter gebunden und die Rente wird später versteuert. Ob und wie stark sie bei dir passt, hängt von deiner Situation ab.
Kann ich über meine GmbH fürs Alter vorsorgen? Als angestellter Geschäftsführer deiner GmbH stehen dir Wege offen, die ein Einzelunternehmer nicht hat. Das ist gestaltbar, aber komplex und gehört zu deinem Steuerberater an den Tisch.
Berätst du Unternehmer im Märkischen Kreis auch vor Ort? Ja. Ich bin in Lüdenscheid, berate persönlich vor Ort oder per Video und begleite Unternehmer, Selbstständige und Praxen in der ganzen Region.
Dein nächster Schritt im Märkischen Kreis
Du musst das nicht allein lösen und schon gar nicht zwischen zwei Kundenterminen. Ein erstes Gespräch bedeutet keine Festlegung. Es bedeutet, dass du weißt, wie ein Vermögen neben deiner Firma aussehen kann und wie deine Altersvorsorge dazu passt.
Ich bin Eduard Strekert, Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung AG in Lüdenscheid. Ich begleite Unternehmer und Selbstständige im Märkischen Kreis dabei, Vermögen mit Struktur aufzubauen, in ihrem Tempo. Wir müssen nichts überstürzen. Nächster Schritt: Buch dir ein kostenfreies Erstgespräch, und wir schauen gemeinsam auf deine Firma und dein Vermögen.
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Eduard Strekert ist Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG). Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Er stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar.